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Hoch über
den Dächern der Stadt Herrenberg unter der "welschen Haube", der barocken
"Zwiebel", im mächtigen Turm der Stiftskirche befindet sich das Glockenmuseum. In
jedem Jahr scheuen sich etwa 10.000 Menschen nicht vor dem Aufstieg über die 146 Stufen, um
dann ohne "musealen" Abstand die einmalige Sammlung aus über einem Jahrtausend Glockengeschichte
ansehen und anhören zu können.
Der
Weg führt durch die Vorhalle der Kirche über die Turm-Empore zur
mittelalterlichen engen, steinernen Wendeltreppe. Über breitere Holztreppen
gelangt man anschließend in die große Glockenstube.
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Wenige Stufen höher wird
die Empore der Zimbelglocken erreicht.
Über
30 läutbare Glocken können nun aus der Nähe besichtigt werden. Der viertelstündliche,
der stündliche Glockenschlag und das
Läuten der Glocken nach der festgelegten Läuteordnung unterbricht unüberhörbar
jede Besichtigung und wird zu einem unvergesslichen Klangerlebnis.
Interessante und reichhaltige Beschreibungstafeln geben Auskunft über Alter, Herkunft, Klang, Namen und Einsatz der jeweiligen Glocke.
Mit viel
ehrenamtlichem und freiwilligem Einsatz betreut und erweitert die "Bauhütte" laufend
das Museum. Dies wird auch sichtbar an den vielen noch nicht endgültig
aufgestellten Gegenständen und Glocken, die zukünftig auf der Ebene unter den
Großglocken gezeigt werden sollen.
Sollten Sie jetzt neugierig geworden sein, dann nehmen Sie sich doch einfach vor, das
Museum zu besuchen und auf eigene Faust oder mit einer sachkundigen Führung zu
erleben.
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