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Ratsglocke 118 kg, Ø 58 cm Schlagton: d '' + 10 Zier: Doppelkreuzkrone mit Puttoköpfen auf Vorderseite, Schulterfries mit sechs identischen Festons einschließlich gleicher Profilköpfe, auf der Flanke Engel mit Rosenzweig, drei Stege am Wolm Herkunft: Leihglocke aus Wischütz, Kreis Wohlau in Niederschlesien, 1942 zu Kriegs-zwecken beschlagnahmt, 1949 der Ev. Landeskirche in Württemberg zugeteilt, seit ca. 1990 im Glockenmuseum Stiftskirche Herrenberg Funktion: Die Glocke erinnert an den Brauch in vielen Städten, die Ratsherren mit einer eigens dafür vorgesehenen Glocke zu den Beratungen ins Rathaus zu rufen. Klang: Die Glocke klingt ziemlich dumpf und kurzatmig, was möglicherweise auf Metallverunreinigungen beim Guss zurückzuführen ist. Damit dürfte auch zusammenhängen, dass die Glocke im Verhältnis zu ihrem Durchmesser und Gewicht eine ungewöhnlich tiefe Innenharmonie aufweist. Inschrift: GOSS MICH I. G: MEYER. IN LIEGNITZ. 1803 | |
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