Zeichenglocke

528 kg, Ø 93 cm, Schlagton: b ' - 1

Der lothringische Wandergießer Voillard goss nach dem Dreißigjährigen Krieg für Günthersdorf in Schlesien diese frühe Barockglocke aus dem Jahre 1659. Die ausführliche Inschrift nennt den Namen der Honoratioren und Stifter. Die Zeichenglocke mahnt eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes zum Kirchgang. Als Verzierung aufgesetzte Salbeiblätter (salvus = Heil) sollen die feine Gießkunst beweisen.

Inschrift:
ANNO 1659 DIE I OCTOB FUSA EST CAMPANA AD DIE TER OPI MAX GLORIAM B(eatae) V(irginis)
M(ariae) & S IOANNIS BAPT HONOREM SUB PAROCHO MARTINO FRAN MORHOLTZ D(e) HEREDITARIA ILL BARBARA KITZLITZIN NATA ZEDLETZIN ECCL TUTORIBUS MARTINO BRUNTZEL & GEORGI REO(r?)SE FRANCISCUS VOILLARDI ME FECIT

Übersetzung:
"Im Jahr 1659 am 1. Oktober wurde die Glocke gegossen zu Ehren des Dreieinigen Gottes, der Jungfrau Maria und St. Johannes des Täufers. Unter dem Pfarrer Martin Franz Morholtz aus dem Erbe der ehrbaren Barbara Kitlitzin geb. Zedlitzin mit den Kirchenältesten Martin Bruntzel und Georg Reorse machte mich Franziscus Voillard."

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